1. Was kann ich an der Berufsakademie in Darmstadt studieren?
Die Berufsakademie bietet den staatlich anerkannten Bachelor-Studiengang „Betriebswirtschaftslehre“ mit dem Abschluss des Bachelor of Arts in den folgenden Fachrichtungen an: Industrie und Handel, Banken und Versicherungen, Steuer- und
Prüfungswesen, Hotel- und Tourismusmanagement, Sportmanagement, Food,
Beverage and Culinary Management, Event-, Veranstaltungs- und
Kongressmanagement, Marketingkommunikation/Public Relations. Durch das duale Studium werden akademische Studieninhalte mit dem kontinuierlichen Praxiseinsatz im Ausbildungsunternehmen verbunden.
2. Wie ist das Studium an der Berufsakademie in Darmstadt aufgebaut und wie lange dauert es?
Das Bachelor-Studium beginnt je nach Fachrichtung und Auslastung im Frühjahr und/oder Herbst eines Jahres. Es ist in sechs Semester untergliedert, die jeweils sechs Monate umfassen. Die Lehrinhalte werden in Modulen vermittelt und studienbegleitend geprüft. Nach vier Semestern Grundstudium wird die Zwischenprüfung zum Abschluss als staatlich anerkannte/-r Wirtschaftsassistent/-in abgelegt. Im Hauptstudium wird eine Vertiefung und individuelle Differenzierung der Studieninhalte anhand von Wahlpflichtmodulen angeboten. Nach erfolgreicher Erstellung der Bachelor-Arbeit – für die in Abstimmung mit den betrieblichen Ausbildungsbetreuer/-innen und den Fachdozenten/-innen ein Thema aus der betrieblichen Praxis zu wählen und mit wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten ist – wird der Studienabschluss des Bachelor of Arts verliehen.
3. Was zeichnet das Berufsakademie-Studium in Darmstadt aus?
Das Studienzentrum Darmstadt bietet ein Wochenmodell an, das wöchentlich 2-3 Tage Praxistätigkeit im Unternehmen neben zwei Unterrichtstagen an der Berufsakademie vorsieht. Dies bietet den studentenn eine kontinuierliche und intensive Einbindung in die Betriebsabläufe des Unternehmens. Berufsakademie und Ausbildungsbetrieb arbeiten eng zusammen, um eine intensive fachliche und persönliche Begleitung der studentenn zu gewährleisten.
4. Welche Zulassungsvoraussetzungen muss ich erfüllen?
Studienbewerber/-innen müssen über die allgemeine, fachgebundene oder Fachhochschulreife verfügen und einen Ausbildungsvertrag mit einem fachlich geeigneten Unternehmen oder einen Platz im Eigenfinanzierungs-Modell vorweisen. Darüber hinaus gibt es auch einen beruflichen Zugangsweg zum Studium: Für besonders befähigte Berufstätige mit mindestens vierjähriger Berufserfahrung im Anschluss an eine staatlich anerkannte Ausbildung und mit einschlägiger Weiterbildung besteht die Möglichkeit, die Studierfähigkeit durch eine Hochschulzugangsprüfung an einer hessischen Hochschule nachzuweisen. Ein Numerus Clausus besteht derzeit nicht.
5. Wie kann ich mich um einen Studienplatz bewerben?
Im ersten Schritt füllen alle Bewerber/-innen das Online-Bewerbungsformularauf der Website der Berufsakademie aus. Bereits bestehende Kontakte zu einem möglichen Ausbildungsunternehmen können hier angegeben werden, ebenso entsprechende Wünsche. Die Suche nach einem Unternehmen sollte parallel erfolgen, die Berufsakademie wird hierbei unterstützend tätig. Als mögliche Ausbildungsunternehmen kommen die auf der Homepage der Berufsakademie gelisteten Partnerunternehmen in Frage, aber auch Betriebe, die bisher noch nicht mit dem Studienzentrum Darmstadt kooperiert haben.
6. Wo bekomme ich detaillierte Informationen über das Studium und die Studieninhalte?
Für individuelle Beratungsgespräche wenden Sie sich bitte an unsere Studienberatung. Die Studieninhalte der einzelnen Fachrichtungen sind im jeweiligen Studienplan festgehalten. Diese stehen auf der Website der Berufsakademie zum Download bereit. Der detaillierte Modulkatalog kann im Studiensekretariat eingesehen werden.
7. Nach welchem System werden meine Studienleistungen erfasst?
Für jedes Modul werden Punkte nach dem europaweit standardisierten ECTS (= European Credit Transfer System) vergeben. Diese werden in einem Studienkonto gesammelt und fließen teilweise in die Abschlussnote ein. Über das ECTS können in Einzelfällen auch Studienleistungen, die an anderen Hochschulen erbracht wurden, anerkannt und auf das Studienkonto angerechnet werden.
8. Welche Möglichkeiten der Studienfinanzierung gibt es?
Die Studienfinanzierung wird im Ausbildungsvertrag festgehalten. Unternehmen und studenten können sich auf eine der folgenden Möglichkeiten einigen: A) Das Unternehmen kommt für die Studiengebühren auf und leistet zusätzlich eine Ausbildungsvergütung. B) Das Unternehmen leistet eine Ausbildungsvergütung, die Studiengebühren werden aber von der/dem studentenn übernommen. C) Für studenten, die sich noch nicht an ein Unternehmen binden wollen und zuerst in verschiedene Betriebe und Branchen reinschnuppern möchten, ist das Eigenfinanzierungs-Modell das ideale Konzept. In diesem Fall trägt der/die studenten die Studiengebühren selbst. Eine Ausbildungsvergütung ist zudem verhandlungssache mit den einzelnen, wechselnden Unternehmen.
studenten an der Berufsakademie können zur Zeit noch keine Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) beziehen, haben jedoch bei niedrigem Einkommen (Ausbildungsvergütung) Anspruch auf Kindergeld entsprechend den gesetzlichen Regelungen.
Als mögliche Ausbildungsunternehmen kommen die auf der Homepage der Berufsakademie gelisteten Partnerunternehmen in Frage, aber auch Betriebe, die bisher noch nicht mit dem Studienzentrum Darmstadt kooperiert haben. Studieninteressierte können selbst nach Unternehmen suchen und sich bei diesen nach der Möglichkeit eines BA-Studiums erkundigen. In jedem Fall sollten Sie sich zunächst über das Online-Bewerbungsformular bei der Berufsakademie bewerben, damit wir Sie gegebenenfalls bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsunternehmen unterstützen können. Merke: Partner- und Ausbildungsunternehmen der Berufsakademie müssen NICHT Ausbildungsbetriebe im Sinne der IHK-Ausbildung sein!
2. Gibt es Vorgaben für die praktische Tätigkeit im Unternehmen?
Die Berufsakademie hat in enger Zusammenarbeit mit den Partnerunternehmen einen Praxisrahmenplan entwickelt, auf dessen Basis individuelle Praxispläne erstellt werden. Diese werden so gestaltet, dass die praktischen Tätigkeiten in Niveau und Einsatzbereich auf die Inhalte der theoretischen Ausbildung abgestimmt und dem Studienfortschritt angemessen sind.
3. Besteht eine Möglichkeit zur Vorbereitung auf die praktische Tätigkeit im Unternehmen?
Studienanfänger/-innen, die noch keine Berufserfahrung haben, können an einem vierwöchigen Einstiegstraining teilnehmen, das in grundlegende Fragen der Büroorganisation und der Betriebsabläufe einführt. Das Training wird von der Berufsakademie angeboten, ist aber nicht verpflichtend. Beginn ist jeweils der 1. September.
4. Welche Regelungen zur Probezeit im Unternehmen gibt es?
In der Regel wird mit dem Unternehmen eine Probezeit von drei Monaten vereinbart. Innerhalb dieser können sowohl studenten als auch Unternehmen ohne Angabe von Gründen mit sofortiger Wirkung vom Ausbildungsvertrag zurücktreten.
Die studentenn haben Anspruch auf den gesetzlich geregelten Mindesturlaub. Dieser kann nur während der Praxisphasen und/ oder in den offiziellen Ferienzeiten der Berufsakademie (drei Wochen im Sommer, zwei Wochen zu Weihnachten/ Neujahr und eine Woche zu Ostern) wahrgenommen werden.
6. Wie wirken sich nicht bestandene Prüfungen auf die Ausbildungsdauer aus?
Nicht bestandene Prüfungen werden gemäß der Prüfungsordnung innerhalb zeitlich festgelegter Zeiträume wiederholt (z.B. nicht bestandene Modulprüfung: nach spätestens vier Wochen). Eine Studienzeitverlängerung kann sich (abgesehen von Krankheit, Unfall oder Ähnlichem, wodurch z.B. an bestimmten Studienabschnitten nicht teilgenommen werden konnte) prinzipiell nur durch die Wiederholungsnotwendigkeit der Bachelor-Arbeit ergeben.
7. Kann ich das Studium am Studienzentrum Darmstadt auch ohne Vertrag mit einem Ausbildungsbetrieb beginnen?
Ja, denn das Eigenfinanzierungs-Modell bietet einen unkomplizierten Einstieg ins Studium. Das Studienzentrum Darmstadt vermittelt in diesen Fällen betriebliche Praktikumsstellen bzw. Plätze im Betrieblichen Trainingszentrum (BTZ) der F+U für die Praxisstationen der ersten Semester. Die Kosten in Höhe von 600 Euro pro Monat (515 Euro Studien-, 85 Euro Ausbildugnsgebühr ) werden von den studentenn übernommen. Der Wechsel in ein dauerhaftes Ausbildungsverhältnis mit einem Partnerbetrieb ist dabei jederzeit möglich.
1. Für wen eignet sich das Eigenfinanzierungs-Modell und was versteht man darunter?
Das Eigenfinanzierungs-Modell des Studienzentrums Darmstadt richtet sich an Studienbewerber/-innen, die zügig und praxisintegriert studieren und dabei in sechs Semestern den staatlich anerkannten Abschluss Bachelor of Arts in Internationaler Betriebswirtschaftslehre erwerben wollen. Die studienbegleitenden Praxisphasen werden in qualifizierten Praktikumsstellen in regionalen Betrieben oder im Betrieblichen Trainingszentrum der F+U Unternehmensgruppe (BTZ) absolviert.
2. Welche Vorteile bietet das Eigenfinanzierungs-Modell?
studenten im Eigenfinanzierungs-Modell profitieren insbesondere von den Einblicken, die sie in mehrere Unternehmen und Branchen erhalten und die ihnen ein besonders flexibles und individuell gestaltetes Studium ermöglichen. Schulabgänger/-innen können die ersten Stationen in diesem Studienmodell auch als Orientierungsphase für den Einstieg in ein dauerhaftes Ausbildungsverhältnis nutzen.
Neben 20 Unterrichtsstunden an der Berufsakademie absolvieren die studentenn ca. 16 Stunden pro Woche in qualifizierten Praktikumsstellen in regionalen Betrieben oder im Betrieblichen Trainingszentrum der F+U (BTZ). In den ersten Semestern steht dabei die Vermittlung grundlegender Kenntnisse wichtiger betrieblicher Abläufe wie Buchführung, Schriftverkehr und Büroorganisation und -kommunikation im Vordergrund, auf denen später fachlich aufgebaut wird. Der Wechsel in ein dauerhaftes Ausbildungsverhältnis mit einem bestimmten Unternehmen ist dabei jederzeit möglich.
4. Welche Zulassungsvoraussetzungen gelten und wie bewirbt man sich?
Das Studium im Eigenfinanzierungs-Modell setzt als Zulassungsvoraussetzung das Abitur, die fachgebundene oder die Fachhochschulreife voraus. Studienbewerber/-innen bewerben sich online hier oder senden ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen (tabellarischer Lebenslauf mit Foto, Hochschulzugangsberechtigung, sonstige Zeugnisse und Referenzen früherer Arbeitgeber) ausschließlich per E-Mail an:
Geeignete Bewerber/-innen werden von der Berufsakademie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.
Es besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf ein Teil-Stipendium bei der Fördergesellschaft der F+U Unternehmensgruppe zu stellen. Darüber hinaus bieten zahlreiche Kreditinstitute Studienfinanzierungen zu günstigen Konditionen an. Unsere Studienberater helfen Ihnen bei Bedarf gerne weiter.